Camping-News vom 9. Oktober: Streit um Dauerstellplätze, Herbstferien-Staus und Wintercamping

Camping-News vom 9. Oktober: Streit um Dauerstellplätze, Herbstferien-Staus und Wintercamping

Der Oktober bringt Bewegung in die Campingbranche. Während in mehreren Bundesländern die Herbstferien beginnen und der ADAC vor zahlreichen Autobahnbaustellen warnt, sorgt die Zukunft eines Dauercampingplatzes in Bayern für Streit. Gleichzeitig zeigen neue Buchungszahlen, dass Camping im Herbst weiterhin gefragt ist. In der Schweiz bereitet sich ein Campingplatz bereits auf den Winterbetrieb vor.

Die wichtigsten Camping-Nachrichten vom 9. Oktober 2026 im Überblick.

1. Bad Rodach: Streit um die Zukunft eines Dauercampingplatzes

Auf dem Campingplatz am Waldbad im bayerischen Bad Rodach gibt es Ärger zwischen der Stadt und zahlreichen Dauercampern.

Hintergrund ist eine geplante Neustrukturierung des Campingplatzes. Bestehende Mietverhältnisse wurden zum Jahresende gekündigt oder befristete Verträge nicht verlängert.

Nach Medienberichten haben sich rund 30 der etwa 40 Pächter zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Viele Betroffene befürchten erhebliche Kosten. Auf einigen Parzellen befinden sich ältere Wohnwagen, feste Anbauten und Hütten, die möglicherweise entfernt werden müssen.

Die Stadt Bad Rodach begründet die geplanten Veränderungen mit einer Modernisierung des Platzes und neuen Brandschutzanforderungen. Außerdem soll der Campingplatz künftig stärker für Urlauber genutzt werden, die nur wenige Tage bleiben.

Bürgermeister Tobias Ehrlicher betont, dass Dauercamping grundsätzlich weiterhin möglich bleiben soll. Den bisherigen Pächtern seien neue Verträge in Aussicht gestellt worden. Jeder Fall solle individuell geprüft werden.

Was bedeutet das für andere Dauercamper?

Der Fall zeigt, dass ein langfristig genutzter Stellplatz nicht automatisch dauerhaft gesichert ist.

Welche Kündigungsfristen gelten und ob ein Wohnwagen samt Anbauten entfernt werden muss, hängt insbesondere vom jeweiligen Vertrag und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Dauercamper sollten deshalb ihre Stellplatzverträge sorgfältig prüfen, bevor sie größere Summen in feste Anbauten oder Einrichtungen investieren.

2. Herbstferien: ADAC erwartet mehr Staus auf den Autobahnen

Am zweiten Oktoberwochenende beginnt in mehreren Bundesländern die nächste Reisewelle.

In Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen starten die Herbstferien. In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland läuft bereits die zweite Ferienwoche.

Der ADAC rechnet besonders am Freitagnachmittag und Samstagvormittag mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen.

Hinzu kommen aktuell rund 1.100 Baustellen auf deutschen Autobahnen.

Besonders staugefährdet sind unter anderem:

  • A1 zwischen Hamburg, Bremen und Köln
  • A3 zwischen Köln, Frankfurt, Nürnberg und Passau
  • A5 zwischen Heidelberg, Karlsruhe und Basel
  • A7 zwischen Hamburg, Hannover, Kassel und Füssen
  • A8 zwischen Karlsruhe, Stuttgart, München und Salzburg
  • A9 zwischen Nürnberg und München

Auch auf wichtigen Transitstrecken in Österreich, der Schweiz und Italien kann es zu Verzögerungen kommen.

Tipps für Wohnwagen- und Wohnmobilfahrer

Gerade mit einem Wohnwagengespann können längere Staus und kurzfristige Umleitungen anstrengend werden.

Wer in den Herbsturlaub startet, sollte deshalb ausreichend Zeit einplanen und die Verkehrslage vor der Abfahrt kontrollieren.

Besonders in bergigen Regionen können enge Ausweichstrecken für größere Wohnmobile und Wohnwagengespanne ungeeignet sein.

Auch Nebel spielt im Oktober zunehmend eine Rolle. Der ADAC empfiehlt, die Geschwindigkeit anzupassen und bei schlechter Sicht das Abblendlicht manuell einzuschalten.

3. Herbstcamping in Bayern: Buchungen steigen deutlich

Camping endet längst nicht mehr automatisch mit den Sommerferien.

Eine Auswertung des Campingportals PiNCAMP zeigt, dass Bayern im Herbst 2026 besonders gefragt ist.

Für Reisen im September und Oktober wurden bis Anfang September 76 Prozent mehr Buchungen registriert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Buchungen über PiNCAMP und nicht auf den gesamten deutschen Campingmarkt.

Besonders interessant sind die Preisunterschiede zwischen Haupt- und Nebensaison.

Laut ADAC kostet eine Campingübernachtung in Bayern für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind während der Hauptsaison durchschnittlich 42 Euro.

Außerhalb der Hauptsaison sinkt dieser Durchschnittspreis auf etwa 38 Euro.

Deutschlandweit liegen die durchschnittlichen Campingpreise in der Nebensaison rund elf Prozent niedriger.

Warum Camping im Herbst attraktiv bleibt

Gerade Wohnwagenbesitzer und Wohnmobilreisende können außerhalb der Hauptreisezeit von günstigeren Preisen profitieren.

Allerdings schließen viele Campingplätze im Oktober oder reduzieren ihre Einrichtungen.

Wer später im Jahr verreisen möchte, sollte deshalb vorab prüfen, ob Sanitäranlagen, Stromversorgung und gegebenenfalls beheizte Einrichtungen weiterhin verfügbar sind.

4. Wintercamping in der Schweiz: Camping Eichholz öffnet ab November

Während zahlreiche Campingplätze ihre Saison beenden, bereitet sich Camping Eichholz bei Bern auf den Winterbetrieb vor.

Ab dem 1. November 2026 stehen dort Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile zur Verfügung.

Der Betreiber nennt einen Pauschalpreis von 30 Schweizer Franken pro Nacht.

Besonders unkompliziert: Eine Reservierung ist nach Angaben des Campingplatzes weder möglich noch erforderlich.

Die Stellplätze können frei gewählt werden. Anmeldung und Bezahlung erfolgen vor Ort über einen QR-Code.

Für Camper, die auch im November und während der Wintermonate unterwegs sein möchten, ist das eine interessante Möglichkeit.

Vor der Anreise empfiehlt es sich allerdings, die aktuellen Betriebsbedingungen sowie die verfügbare Infrastruktur zu prüfen.

Fazit: Camping bleibt auch nach der Hauptsaison ein Thema

Die aktuellen Meldungen zeigen unterschiedliche Entwicklungen im Campingbereich.

Während manche Dauercamper um ihre bisherigen Stellplätze kämpfen, wächst gleichzeitig das Interesse an Campingreisen außerhalb der klassischen Sommersaison.

Für Wohnwagen- und Wohnmobilbesitzer bedeutet das vor allem eines: Wer auch im Herbst oder Winter unterwegs sein möchte, findet weiterhin Möglichkeiten. Eine gute Reiseplanung wird bei kürzeren Tagen, wechselhaftem Wetter und eingeschränkten Öffnungszeiten allerdings wichtiger.

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