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Campingplätze schließen im Oktober: Wo Wohnwagen und Wohnmobile jetzt noch willkommen sind

Wohnmobil und Wohnwagen auf winterfestem Stellplatz mit verschneiter Umgebung

Viele Campingplätze in Deutschland gehen im Oktober in die Winterpause. Für Wohnwagen- und Wohnmobilbesitzer bedeutet das aber nicht, dass die Campingsaison vorbei sein muss. Zahlreiche Plätze bleiben ganzjährig geöffnet, andere bieten spezielle Winterstellplätze an. Wer jetzt noch verreisen möchte, sollte allerdings genauer hinschauen. Denn ein geöffneter Campingplatz bietet im Herbst und Winter nicht unbedingt denselben Service wie im Sommer.

Warum viele Campingplätze im Herbst schließen

Auf klassischen Saisoncampingplätzen endet der reguläre Betrieb häufig im Oktober oder Anfang November. Vor allem kleinere Plätze und Anlagen in typischen Sommerferienregionen legen anschließend eine mehrmonatige Pause ein.

Die Gründe sind unterschiedlich. Weniger Gäste, steigende Heiz- und Energiekosten sowie der Aufwand für den Winterbetrieb können eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass Wasserleitungen, Sanitärgebäude und andere Einrichtungen bei Frost besonders geschützt werden müssen.

Ein bundesweit einheitliches Datum für das Saisonende gibt es nicht. Jeder Campingplatz legt seine Öffnungszeiten selbst fest.

Ganzjahrescamping wird immer interessanter

Wer auch im November, Dezember oder Januar mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs sein möchte, findet weiterhin geöffnete Plätze.

Besonders in Wintersportregionen, in der Nähe von Thermen oder in touristisch attraktiven Regionen gibt es Campingplätze, die ausdrücklich auf Wintergäste eingestellt sind.

Auch außerhalb der Alpen ist Ganzjahrescamping möglich. Einige Betreiber bieten beheizte Sanitäranlagen, befestigte Stellflächen und Stromanschlüsse an, die auch bei Frost genutzt werden können.

Allerdings sollte man zwischen einem ganzjährig geöffneten Campingplatz und einem tatsächlich wintertauglichen Platz unterscheiden.

Geöffnet heißt nicht, dass alles funktioniert

Gerade in der Nebensaison kann der Leistungsumfang deutlich eingeschränkt sein.

Manche Plätze lassen weiterhin Gäste auf das Gelände, schließen aber einzelne Sanitärgebäude. Auch die Frischwasserversorgung direkt am Stellplatz kann im Winter abgeschaltet werden. Entsorgungsstationen, Restaurants oder kleine Einkaufsmöglichkeiten stehen möglicherweise nicht zur Verfügung.

Vor der Anreise lohnt sich deshalb eine direkte Nachfrage beim Betreiber. Besonders wichtig sind die Verfügbarkeit von Frischwasser, Strom, beheizten Sanitäranlagen und Entsorgungsmöglichkeiten.

Bei Wohnmobilen sollte außerdem geklärt werden, ob die Zufahrt und die Stellflächen auch bei Schnee oder längerem Regen problemlos nutzbar sind.

Was passiert mit dem Wohnwagen auf einem Saisonplatz?

Für Dauercamper stellt sich eine andere Frage. Muss der Wohnwagen nach Saisonende vom Platz entfernt werden oder darf er dort überwintern?

Eine allgemeine Antwort gibt es nicht. Maßgeblich sind der Stellplatzvertrag und die Platzordnung.

Einige Betreiber erlauben, dass Wohnwagen während der Winterpause auf ihrer Parzelle bleiben. Die Nutzung kann in dieser Zeit jedoch eingeschränkt oder vollständig untersagt sein.

Andere Plätze verlangen, dass Wohnwagen und Vorzelte zum Saisonende abgebaut und entfernt werden.

Wer seinen Wohnwagen über den Winter stehen lässt, sollte außerdem klären, ob das Gelände regelmäßig kontrolliert wird und welche Regelungen bei Sturm, Schnee oder Schäden gelten.

Wohnwagen und Wohnmobil auf die kalte Jahreszeit vorbereiten

Wer im Herbst oder Winter campen möchte, sollte sein Fahrzeug entsprechend vorbereiten.

Bei Wohnwagen sind insbesondere die Wasserversorgung, Heizung und Belüftung wichtig. Nicht frostsichere Leitungen und Tanks können bei Minusgraden beschädigt werden.

Auch die Stromversorgung verdient Aufmerksamkeit. Elektrische Heizgeräte können den Strombedarf erheblich erhöhen. Nicht jeder Stellplatzanschluss ist für eine hohe Dauerbelastung ausgelegt.

Steht das Fahrzeug dagegen über Wochen unbeaufsichtigt auf einem Campingplatz, sollten Wasserleitungen entleert, lose Gegenstände gesichert und Batterie sowie Fahrzeugzustand regelmäßig kontrolliert werden.

Eine zusätzliche Überwachung kann sinnvoll sein, wenn der Wohnwagen während der Winterpause auf dem Gelände verbleibt und der Besitzer nicht regelmäßig vorbeikommen kann.

Wintercamping ist auch außerhalb der Berge möglich

Wintercamping wird häufig mit verschneiten Alpenlandschaften verbunden. Tatsächlich gibt es auch an der Nord- und Ostsee, in Mittelgebirgen und in anderen deutschen Ferienregionen Plätze mit Winterbetrieb.

Dabei unterscheiden sich die Angebote erheblich. Während manche Anlagen auf Winterurlauber mit Wohnwagen und Wohnmobil ausgerichtet sind, bieten andere lediglich Stellflächen mit eingeschränkter Infrastruktur.

Wer einen Platz für die kommenden Monate sucht, sollte daher nicht allein auf die Angabe „ganzjährig geöffnet“ achten, sondern die konkreten Leistungen und Öffnungszeiten prüfen.

Gerade jetzt im Oktober ist dafür ein guter Zeitpunkt. Viele Saisonplätze befinden sich in ihren letzten Betriebswochen, während Ganzjahresplätze weiterhin Gäste empfangen.

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